Atme vier Sekunden ein, halte vier, atme vier aus, halte vier. Wiederhole vier Runden. Piloten trainieren dieses Muster, weil es schnell fokussiert. Wenn Halten unangenehm ist, verlängere stattdessen sanft die Ausatmung. Wichtig ist die ruhige, neugierige Haltung. Zähle mit den Fingern, um den Kopf zu beschäftigen. Notiere hinterher, wie sich Puls, Schultern und Gedankenfluss verändert haben.
Benenne fünf Dinge, die du siehst, vier, die du spürst, drei, die du hörst, zwei, die du riechst, und eine Sache, die du schmeckst. Sprich leise, wenn möglich. Variiere, indem du Farben oder Texturen beschreibst. Dieser Sinnes-Reset unterbricht den Autopiloten. Er funktioniert im Büro wie im Park. Schreibe uns, welche Variante dir am schnellsten Boden unter die Füße gibt.
Wähle eine Aufgabe, die du meidest, und erledige genau zwei Minuten davon: Dokument öffnen, erste Zeile tippen, Material bereitlegen. Stoppe danach bewusst. Der Trick: Kontakt statt Perfektion. Wiederhole morgen. Viele berichten, dass Momentum entsteht und die innere Barriere spürbar sinkt. Teile, welche Zwei-Minuten-Handlung bei dir erstaunlich viel Folgeenergie freigesetzt hat.
Definiere Wunsch, Ergebnis, Hindernis, Plan: „Wenn das Hindernis X auftaucht, dann mache ich Y.“ Forschung von Oettingen und Gollwitzer zeigt, dass solche Wenn-dann-Verknüpfungen Verhalten zuverlässig automatisieren. Schreibe deinen Satz auf den Sperrbildschirm. Teste ihn eine Woche. Beobachte, wie oft du ohne Diskussion ins Tun kommst. Berichte deine beste Formulierung, damit andere profitieren.
Wähle die kleinste Annäherung an das Gefürchtete: Statt das Telefonat komplett zu meiden, speichere die Nummer, tippe eine Begrüßung, atme, sende. Exposition in Mikroschritten reduziert Bedrohungsgefühl verlässlich. Tracke Intensität vor und nach dem Schritt. Schon kleine Differenzen signalisieren Lernkurve. Erzähle, welche Mini-Annäherung dich überrascht hat, weil sie leichter war als gedacht.
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